Ausgangslage

Menschen mit Demenz, die allein leben, müssen mit besonderen Schwierigkeiten fertig werden.

Per Definition kann das Krankheitsbild „Demenz“ mit „ohne Geist“ übersetzt werden, was die Ausprägungen gut darstellt. Der schleichende Krankheitsprozess führt zu einem völligem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

Warnsignale sind:

  • Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses
  • Schwierigkeiten gewohnte Tätigkeiten auszuführen
  • Sprachstörungen
  • Nachlassen des Interesses bislang gern ausgeübter Hobbies/Kontakte/Arbeit
  • Schwierigkeiten sich in unbekannter Umgebung zu-rechtzufinden
  • Verlust des Überblicks z.B. über Finanzen
  • Fehleinschätzung von Gefahren
  • Stimmungsschwankungen, Angst, Reiz-barkeit und Misstrauen
  • Hartnäckiges Abstreiten von Fehlern

Demenz hat viele Ursachen. Rund 10% der Erkrankun-gen können auf sekundär erworbene Ursachen, wie z.B. Stoffwechselstörungen, zurückgeführt werden. Diese dementiellen Ausprägungen sind behandel- und teilweise heilbar, wenn die Grunderkrankung nachhaltig behandelt/geheilt werden kann. Rund 90% der Fälle sind nicht heilbar, bedürfen zu ihrer Abmilderung eine frühe Diagnosestellung. Das Krankheitsbild Demenz kann grob in 3 Stadien unterteilt werden. Die Selbständigkeit der Betroffenen nimmt je Stadium ab, Übergänge sind fließend. Grundsätzlich besteht ein Zusammenhang zwischen Alter und Demenzerkrankung. Eine Zunahme der Krankheitsfälle wird für die kommenden Jahre prognostiziert.

Laut Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend werden derzeit 2 von 3 Dementen zu Hause betreut. Dies bedeutet in der Regel große Herausforderungen für die sich kümmernden Familien.